Ehrenamtliche KiTa Hennef Tour 2015

„Ganz oder gar nicht!“ dachte ich mir. Nachdem ich in der KiTa meiner Kinder schon ein paar Mal gelesen hatte und Workshops gegeben, nahm ich mir vor, in jeder Hennefer KiTa im Jahr 2015 einmal einen kostenlosen Workshop anzubieten.
Die Lesepaten der Kinder- und Jugendstiftung Hennef halfen mir, das Angebot in Hennefer KiTas zu verbreiten.

Bisherige „Tourdaten“:
06.01. Elterninitiative „KiTa Karotte“
13.01. Städt. KiTa Allner
20.01. Kath. KiTa Uckerath
19.02. Städt. KiTa „Kunterbunt“ Stoßdorf
10.03. Städt. KiTa „Pusteblume“, Bödingen
16.03. Städt. KiTa „Bröler Waldmäuse“, Bröl
25.03. Städt. KiTa „Vogelnest“, Edgoven

Einigen Workshops geht die Lesung „Komm kuscheln kleiner Hase“ voraus. Eine interaktive Lesung, bei der die Kinder mitspielen, rätseln und singen.
Zum Buch bringe ich auch die Originale mit und erzähle den Kindern von meiner Arbeit.

Zur Geschichte:
Der kleine Schneehase friert, da will ihm sein Freund, der große Bär natürlich helfen. Glücklicherweise kann er gut stricken und hat einige kuschelige Sachen in seiner Bärenkiste. Aber was er seinem Freund auch anzieht, der kleine Schneehase friert weiter…Bis der Bär schließlich die rettende Idee hat.

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Der kleine Schneehase friert immer noch. Wer kann ihm helfen?

Mein Reisegepäck für die Lesung:
lesungaufbau

Die zusammenfaltbare Bären-Kiste, Malkittel und Pinsel, Originale und natürlich das Buch. Alles lässt sich gut im rollbaren Koffer verstauen (Man weiß ja nie, wo man parken kann). Bis natürlich auf die Gitarre, die erst seit Kurzem mit reist. Vor einem Jahr habe ich angefangen, Gitarre zu lernen, und die drei Akkorde zum „Warmkuschellied“ kriege ich auch gerade so hin- manchmal reichte es vielleicht auch, rhythmisch auf die Seiten zu klopfen, und sehr laut zu singen…

Der Workshop:
Danach sind dann die Kinder dran: Gemeinsam erfinden wir eine Geschichte, und jedes Kind malt sein eigenes Buch, das aus drei Bildern und einem Titelbild besteht und abschließend mit einem Tacker zu einem Buch gebunden wird.

Doch worum soll es in der Geschichte gehen? Dafür habe ich meinen kleinen Geschichtenerfinde-Koffer dabei mit Kisten und Zetteln und einigen anderen merkwürdigen Dingen. Alle Kinder nennen ihre Ideen zu Protagonisten, Ort und einem wichtigen Ding, worum es geht, dann wird gelost, gelacht und dann geht es los: Was machen ein Dinosaurier und ein Einhorn mit einem Zauberstab am Strand? Wie kann ein Feuerwehrmann ein Einhorn aus einem Lebkuchenhaus mit einem Seil retten?

Sobald die Geschichte feststeht, müssen wir sie gemeinsam auf drei Bilder verteilen- Anfang, Mitte, Ende. Das ist oft gar nicht so einfach.

Beim malen klären wir dann, je nach Alter der Kinder, noch einige Details, die ihnen eine Menge über das Handwerk des illustrierens erzählen:
Zum Beispiel:
– Kontinuität: Hat die Prinzessin am Anfang ein blaues Kleid und eine gelbe Krone, muss sie die im letzten Bild natürlich auch genauso aussehen.
– Gefühle: Sollte man der Prinzessin ein lachendes Gesicht malen, wenn sie gerade entführt wird?
– „Special Effects“: Wie malt man eigentlich Bewegung oder Zauberei in ein Bild?

Dabei liegt es mir sehr am Herzen, dass die Kinder verstehen:  Es gibt kein richtig oder falsch, jeder malt in seinem Stil sein Einhorn, sein Motorrad, seine Hexe. Als Autor und Illustrator ist man frei. Und wenn man gerne einen grünen Himmel mit blauer Sonne in seiner Geschichte möchte, dann ist das gut so.

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