Multikulturelle Kinder-Kunst-Woche MultiKuH 2016

Die 2. Multikulturelle Kinder-Kunst-Woche Hennef

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In diesem Jahr organisierte ich wieder zusammen mit Anne Peters und Gertrud Wachendorf die Multikulturelle Kinderkunst Woche des Kinderschutzbundes Hennef in Zusammenarbeit mit dem Interkult Hennef.

Eine Woche lang, vom 15. bis zum 19. August, waren 28 Kinder aus 7 Ländern (Syrien, Iran, Afghanistan, Spanien, Kosovo, Nigeria und Deutschland) zusammen kreativ und haben miteinander Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten entdecken können.
Das Angebot ist für alle kostenlos, da alle Mitarbeiter ehrenamtlich arbeiten und wir viele Sponsoren für das Projekt gewinnen konnten.

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Das gemeinsam Erinnerungsbild mit Unterschriften aller Mitwirkenden und dem Willkommens-Lied, dass sich in jedem Jahr an die Sprachen der Mitwirkenden anpasst.

Mit zum Team gehörten diesem Jahr die Sozialarbeiterin Katrin Schmitz, Beate Kuhne, Jasbir Rait (Indien), Violeta Haziri (Kosovo), Jürgen Lindemann und viele Helferinnen des Kinderschutzbundes.

Wie im letzten Jahr leitete ich eine Workshop zum Thema Bilderbuch, während Gertrud Wachendorf Collage-Technik anbot.

Die iranische Künstlerin Rojyar Rayani bot eine Einführung in die Arbeit mit Ton an, bei der die Kinder erste Erfahrungen mit dem Formen, Bearbeiten und Bemalen machen konnten.
royjar  toepfern

Der Percussion Workshop mit dem brasilianischen Künstler Biroska di Matta, gesponsert vom Sound College Hennef, brachte Rhythmus in die bunte Woche. Gemeinsam mit den Kindern wurden Rhythmen auf verschiedenen Instrumenten einstudiert und am großen Abschlussfest den Gästen vorgeführt.
Trommeln_Biroska

Am Mittwoch durften wir dann alle mal ordentlich abtanzen in der Tanzschule Lars Stallnig.

Tanzen_Lars

Am Freitag gab es dann wieder ein Abschlussfest, bei dem die Kinder ihre Arbeiten präsentierten.

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Mein Bilderbuch Workshop

Mein Thema in diesem Jahr war „Helden“. Mit 12 Kindern überlegten wir zunächst mit Hilfe von Photos, was unsere Lieblingshelden ausmacht – stark und klug sollten sie sein, aber auch lustig. Dann erfanden die Kinder ihre eigenen Helden.
Auch die Kinder, die noch nicht so gut Deutsch konnten, konnten das Thema schnell verstehen und umsetzen. Ein Superman entstand, mit bösem Gegenspieler, sowie ein Fußball-Held.

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Feen und ihre Tierfreunde (Mathilda, 9)

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Der Kaninchen Zauberer Lukilass wohnt in einem verspiegelten Baum (Marla, 8)

 

Am nächsten Tag ging es dann um die Abenteuer. Was ist eine „Heldenreise“? Was können unsere Helden erleben? Was können sie gut, wo brauchen sie Hilfe?

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„Die Heldenreise“ von mir symbolisch in Filz gebastelt

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Diesmal hatte ich dabei viele Kinder, die lieber schrieben als malten. So gab es immer wieder viel zu diskutieren und über Formulierungen nachzudenken. Besonders beschäftigte die Kinder dabei die Frage: „Wie wird eine Geschichte lustig?“ und wir mussten feststellen, dass es sogar schwieriger ist, Lustiges zu schreiben, als eine spannende Geschichte zu erfinden.

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Dann kam die Frage nach dem Titelbild. Wie kann ich im Bild ausdrücken, was in der Geschichte passiert, und wie viel will ich verraten? Zum Ende wurden die Bücher gebunden und alle präsentierten Ihre Geschichte in der Gruppe.

Gemeinsame Veranstaltung – Lesung „Kennt Ihr Blauland?“

In diesem Jahr wollten wir auch gerne mit allen Kindern etwas zusammen machen, daher hatten wir jeweils von 11:00 bis 12:00 Uhr Zeit für gemeinsame Aktivitäten eingeplant. Am ersten Tag gab es eine Lesung des Bilderbuches „Kennt Ihr Blauland?“ von Tina Rau, das als Buch leider gar nicht mehr erhältlich ist.
Rojyar Rayani las die Geschichte in Persisch, Jasbir Rait auf Hindi, Gertrud Wachendorf auf Englisch, und ich übernahm den Deutschen Part.

Lesung_Blauland

Die Kinder bekamen gelbe, blaue oder rote Bänder. Wenn sie „ihr“ Wort – Rot, Gelb oder Blau – gleich in welcher Sprache, hörten, mussten sie eine bestimmte Bewegung machen. Besonders die Kinder, die noch nicht so gut Deutsch konnten, freuten sich riesig, dass sie in ihrer Muttersprache die Schnellsten waren, wenn wir anderen mal wieder das für uns fremde Wort nicht heraus gehört hatten.

Gemeinsame Veranstaltung – Mehrsprachiges Theaterstück „Steinsuppe“

Von einem Workshop der Stiftung Lesen mit Frau Frau Frick-Lorenz, (den ich 2014 besucht hatte) stammte die Idee, das Buch „Steinsuppe“ von Anais Vaugelade als mehrsprachiges Theaterstück anzulegen. Dazu bastelten wir uns erst einmal verschiedene Tiermasken.

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Ein Wolf kommt in dem Buch zum Huhn im Dorf der Tiere, um angeblich „Steinsuppe“ zu kochen. Nach und nach kommen die anderen Tiere dazu, erst besorgt, dann hilfreich, denn jeder bringt ein weiteres Gemüse mit.

Diese Geschichte spielten eine Gruppe Kinder den anderen vor. Das Besondere: Jedes Tier, also Kind, spricht seine eigene Sprache, wenn es fragt „Kann man da auch … (Zwiebeln, Karotten etc.) ‚rein tun?“
So entstand ein buntes, internationales Theaterspiel.

Die Woche war wieder viel zu schnell vorüber!

Es ist immer wunderschön zu erleben, was Großartiges entsteht, wenn Menschen zusammen an einem Projekt arbeiten, auch wenn sie sehr verschieden sind (Ja, ich bin ein „Star Trek“ Fan und freue mich immer, wenn das Prinzip „Verschiedenen Spezies – ein Schiff – eine Mission“ auch im echten Leben funktioniert).

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Ein Teil unseres internationalen Teams

Wir haben wieder so viele wunderbare Unterstützung bekommen und die Kinder hatten viel Spaß, so dass es sicher auch eine MultiKuH 2017 geben wird.
Vielen Dank an alle!

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