Leipziger Buchmesse 14. & 15. März 2013

Zusammen mit dem Presse, Marketing und Vertriebsteam von arsEdition war ich dieses Jahr das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse.
Das Team von arsEdition war einfach super nett, vielen Dank an dieser Stelle!

einkaufswagen
Mittwoch – Zunächst sah es allerding etwas trostlos aus. Auf meinem Weg vom Messebahnhof zum Hotel räumte ich mit meinem Trolley erst einmal den Schnee hinter mir.

Aber dieser anfangs trostlose Anblick wurde schnell von der wunderschönen Stadt wieder wett gemacht. Ich huschte durch den Schnee von Passage zu Passage. Deutsche Geschichte – Shopping – Kunst – Sehenswert!!!
speck
(Specks Hof)

Im Rahmen von „Leipzig liest“ (Lesungen nicht nur auf der Messe sondern auch in der Stadt) hatte ich zwei Lesungen mit „Ich kuschel dich warm kleiner Hase!“ in Leipziger KiTas.
Am Donnerstag erwartete mich die KiTa „Sonnenhof“ mit ca. 40 Kindern.
Wir hatten eine Lesung mit Workshop geplant, teilten aber dann die Gruppe in zwei. Das waren einfach zu viele, um ordentlich zu „kuscheln“.

Der Workshop war grandios – ich darf das nie mehr machen, ohne zu fotografieren!
Thema: Wir entwickeln unsere eigene Geschichte und malen ein Buch. Die spannende Geschichte war schnell gefunden:
Ein Wissenschaftler  taucht um einen Wal zu finden (Bild 1), seine Sauerstoffflasche wird von einem fiesen Sägefisch angesägt (Bild 2),  doch glücklicherweise taucht der gesuchte Wal auf und rettet den Taucher (Bild 3).
Vielleicht bekomme ich ja noch ein Bild per Email. Obwohl die Kinder am Anfang behaupteten, sie können keinen Taucher malen  – die Taucher, Sägefische und die Unterwasserwelten waren die reinste Freude!  In einer Stunde waren alle Bücher fertig.
Da kann ich bald meinen Stift abgeben ;-)
Ein Mädchen zeichnete ins erste Bild auch schon die Spitze des fiesen Sägefisches an den Bildrand  (Im Film nennt man das Suspense- man fühlt das Unheil kommen).

Nach diesem großartigen Erlebnis ging es direkt auf die Messe.
cosplayer
(Kuscheltiere und Cos-Player – Wer ist wer?)

Ich muss dazu sagen, ich kenne nur die Frankfurter Buchmesse an Fachbesuchertagen. Das Gewusel in Leipzig zwischen Schulklassen, Cos-Playern (verkleideten Manga-Fans ) und Gratis-Irgendwas-Jägern hat mich erst einmal umgehauen. Da war ich froh, dass ich mich erst einmal hinterm arsEdition Stand in der Kaffeeküche verstecken konnte.  Die teilte man sich freundschaftlich mit Thienemann und Carlsen. Hier, hat man das Gefühl, ist alles etwas entspannter.

An diesem Nachmittag war die Nominierung des deutschen Kinder- und Jugendbuchpreises.  Wir standen ganz hinten, ich sah viele bekannte Verlagsgesichter, einige Kopfschüttelnd, andere höchst zufrieden. Meinen persönlichen Favoriten habe ich schon gefunden:

heutebin-ich
„Heute bin ich“ von Mies van Hout  – ein Rausch von Farben und Gefühlen- einfach Großartig!

Am Freitag war ich in die KiTa Joseph Haydn, eine Gründerzeitvilla mit Bewegungsraum mit kleiner Bühne nebst Klavier im Keller.
haydn
Hier gibt es sechs Gruppen und für je zwei habe ich gelesen, also dreimal hintereinander. Vom kalten Wetter, stickiger Messeluft und vielen Gesprächen war ich schon ein bisschen heiser, aber die Kinder waren auch gaaanz leise. Als sich ein Mädchen in die nachfolgende Gruppe schlich, um die Geschichte ein zweites Mal zu hören, war ich selig.  Mission erfüllt!!!
Ich zeichnete noch alle 6 Gruppen (Oje, wie malt man einen Strolch?) in mein signiertes Buch für die KiTa.

Nachmittags hieß es wieder Zeichnen am arsEdition Stand. Nein, es bildete sich keine lange Schlange (was meinem Selbstbewusstsein schon einen kleinen Knick gab), ich musste die Leute ansprechen um nicht arbeitslos zu werden. Aber hinterher waren alle mit den Zeichnungen zufrieden – egal ob Pferd, Tapir, „Mal uns drei als Prinzessinnen“, „Mal mich, wie ich fliege“ oder ein Schrauben kotzender Roboter. Schließlich zeichnete ich noch „König Kaffeebohne“ für Herrn Mayer, den Messekolumnisten von Buchmarkt.de. Hier gibt es Fotos davon.
Erst als der Arm begann zu schmerzen, hörte ich auf.

Am Abend flog ich voller Eindrücke nach Hause, wo das reale Leben mit Wäscheberg, voller Spülmaschine und Papierkram auf dem Schreibtisch auf mich wartete.
Es war schon etwas ganz Besonderes, so als Autor vom Verlag als VIP behandelt zu werden, gerne mehr davon…

 

 

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