Ein Willkommens ABC für die Grundschule Gartenstraße

Der Friedrich Bödecker Kreis unterstützte in diesem Jahr wieder mit dem Projekt „Heimat in der Fremde“ Workshops an Schulen, die von Kindern mit Migrationshintergrund besucht werden.

Im letzten Jahr war ich zu diesem Anlass an einer Schule in Solingen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich in diesem Jahr wieder einen mehrtägigen Workshop zum Willkommens ABC abhalten konnte – in meiner Heimatstadt Hennef, an der Grundschule Gartenstraße. Beim Workshop waren die 28 Kinder der Jahrgangsstufe 3 dabei, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

Schulsozialarbeiterin Kathrin Schmitz stand mir dabei hilfreich zur Seite. Als Sozialarbeiterin kennt Sie die Kinder gut und wird auch nach dem Workshop mit den anderen Klassen die Ausstellung weiterführen.

Zunächst führte ich jeweils die Hälfte der Gruppe in das Thema „Sprachbarrieren mit Bildern überwinden“ ein. Zu Gast war wieder Mondo, die Weltmaus. Sie spricht kein Deutsch, aber wir wissen leider auch nicht, woher sie kommt, und daher können wie nicht wissen, ob sie weiß, was ein Schneemann ist, oder eine Gabel, oder ein Stuhl… Wie können wir ihr in Bildern etwas über uns  erzählen? Was möchten wir erzählen? Wo wir wohnen, was wir spielen, was wir mögen..?

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Dann malte jedes Kind sein eigenes Willkommens ABC – mit dem, was ihm wichtig ist. Ich mache Vorschläge, aber jedes Kind entscheidet selbst. So finden sich in den Büchern Familienbilder und Freunde, Tiere, Sportarten, Fußballhelden aber auch eine Auswahl an Spielkonsolen oder auch Star Wars Raumschiffe.

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„BFF“ – Das nebeneinander liegende Bücher schon einmal ähnlich aussehen, lässt sich wohl nicht vermeiden

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Ein architektonischer Ansatz..

..und jetzt alle zusammen!

Am dritten Tag malten wir dann alle zusammen ein großes Willkommens ABC für die Schule. Wir losten, welches Kind welchen Buchstaben malen sollte,und überlegten zusammen Begriffe. Das war gar nicht so einfach. Für das Yak suchten wir uns dann eine Vorlage im Internet, und aus dem Xylophon haben wir dann eine HeXe gemacht.

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Die Ruhe vor dem Sturm..

 

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Wenn man schon ein Yak malen muss, darf man sich schon eine Vorlage suchen- oder wisst ihr aus dem Kopf, wie ein Yak aussieht?

 

Aber alle Kinder waren mit Begeisterung dabei. Besonders, als es daran ging, unter die deutschen Begriffe andere Sprachen zu setzen. Hier konnten die Kinder, die andere Sprachen sprechen, zeigen, was sie können. Das ist mir in diesem Workshop besonders wichtig. Die Kinder erleben, dass es etwas besonderes ist, dass sie mehrere Sprachen sprechen, und zur Schulgemeinschaft beitragen.
Wenn sich jemand nicht sicher wegen der Schreibweise war, oder einfach neugierig auf weitere Sprachen, standen Tabletts mit Übersetzungs-App zur Verfügung.

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Die Ausstellung im Foyer

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Am nächsten Tag hängten Kathrin und ich dann die Bilder im Foyer auf. Das Projekt wird nun weiter geführt, denn die Schüler sind aufgerufen, die Bilder, die im Eingangsbereich der Schule hängen, mit weiteren Übersetzungen der Begriffe zu ergänzen. So soll die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler der Schule an der Schule für jeden deutlich werden. Kathrin Schmitz berichtete, die Kinder der Schule oder deren Eltern sprechen 23 Sprachen

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